Kategorie: Konzert

Youtube TV

 

Am Wochenende fand in Kalifornien das Coachella Festival statt, bei dem so ziemlich alle Bands auftraten die ich gerne höre. Das Lineup dazu gibts hier: hier.

Gut, Festivals gibts jedes Jahr und die meisten Bands davon sind auch auf Festivals in und um Österreich anzutreffen. Das besondere daran war aber, dass Youtube das Konzert live auf 3 Kanälen streamte.

Somit konnte ich gemütlich im fast 10.000km entfernten Wien auf meiner Couch sitzen und  der großartigen Performance von Arcade Fire zusehen.
Videomitschnitte vom Konzert gibts übrigens hier zum immer wieder ansehen.
Danke nochmal an Anna von once more with feeling für den Hinweis dafür.

Youtube hat natürlich auch etwas davon, sie können massiv Werbung schalten und bestimmt einige Daten aus dem Nutzungsverhalten der User ziehen, das ich jetzt aber ganz wertfrei so hier stehen lasse.

Ich denke nicht, dass es das einzige Event war das Youtube live ins Netz streamt, dieses Angebot wird sicher ausgebaut werden. Außerdem sollen zukünftig Filme, in voller Länger auf Youtube zu sehen sein und so der in den USA großen Online Videothek Netflix Konkurenz machen.
Meiner Meinung nach könnte das sehr gut funktionieren, von allen Rechtsangelegeneheiten mal abgesehen, kann man doch heute schon bei jedem internetfähigen Fernseher Youtube Videos betrachten.

Element of Crime

Nach Nick Cave, den Toten Hosen, Kruder & Dorfmeister war gestern auch eine meiner Lieblingsbands im Burgtheater. Der Kopf der Band, Sven Regener, auch bekannt als der Autor des Buches “Herr Lehmann” meinte im Vorfeld, dass er aufgrund der Bestuhlung kein normales Konzert faken will und hat sich Freunde eingeladen, ihn und seine Band durch den Abend zu begleiten.

Eröffnet wurde der Abend mit “Kopf aus dem Fenster”.
Nach drei weiteren Songs, von der Setlist nahezu ident mit jener des Konzerts im Gasometer im letzten Februar, übernahm Florian Horvath die Bühne, der damals schon als Support Act auftrat:

Nach vier Songs wurde wieder an Sven Regener und Band übergeben:

The Base, begleitet von Sandy Lopicic und im letzten Song auch von Michael Ostrowski. Diese waren für mich neben Garish und den sowieso immer großartigen Element of Crime das Highlight des Abends:

Die einzige Freundin des Abends, Maike Rosa Vogel:

Nach ihrem Set mit wiederum 4 Liedern gab es eine theaterübliche Pause, die ganz dringend notwendig war um sich etwas die Beine zu vertreten.
Element of Crime kamen mit Schwung und Leander Haußmann nach der Pause auf die Bühne:

Anschließend die großartigen Garish übergaben, die neben der aktuellen Auskopplung auch ein Lied unplugged zum Besten gaben um die Akustik des Burgtheaters zu testen:

Mit den Worten: “Das macht doch alles keinen Sinn, steht auf und kommt doch alle mal nach vorne!” Holte sich Sven Regener das Publikum für die erste Zugabe zu sich:

Spätestens da gab es kein Halten und auch auf den Rängen wurden Element of Crime gefeiert:

Mit dem Pet Shop Boys Cover “You only tell me you love me when you’re drunk” wurde der dreieinhalbstündige Konzertabend, der mir sehr gut gefallen hat, mit Schwung, Melancholie und Romantik dann geschlossen.
Durch den Einbau der verschiedenen Bands war für Abwechslung gesorgt und der meist lästige und unnötig lange dauernde Umbau zwischen Vorband und Main Act entfiel.

Der Zielgruppenwechsel, wie Dieter Zirnig es nannte, hat dem Burgtheater sicher auch gut getan.