Kategorie: Wien

Umzug

Als hätte mein privater Umzug vor einem halben Jahr nicht gereicht, musste ich jetzt mit der Firma auch noch umziehen. Weg von der Donauplatte, tiefer in den 22ten Bezirk.

So sieht es dort aus:

Okay, nicht ganz, zwei der Fotos stammen aus Bukarest. Schwer zu raten welche, oder?
Mir ist schon klar, warum es Gründe gibt, dass eine Firma einen günstigern Bürostandort wählt. Aber dass man solche Entscheidungen trifft, ohne auch nur einen der betroffenen Mitarbeiter irgendwie einzubinden ist mir nicht klar. Alle die öffentlich Anreisen, müssen einen ca. 30min längeren Weg pro Fahrtstrecke einrechnen und allen die vielleicht doch irgendwann vom Auto auf die Öffis umsteigen wollten, hat man die Enscheidung dagegen jetzt sehr leicht gemacht.

Nicht alles ist schlecht, die Büros sind mit neuen Möbeln top ausgestattet, innen ist alles renoviert und es wird auch penibelst darauf geachtet, dass alles sauber gehalten wird. Empfang und Hauswart sind bei den kleinsten Problemen sehr bemüht schnellstens eine Lösung zu finden.

Hilft aber immer trotzdem nicht, wirklich mich komplett zu überzeugen, denn eine Infrastruktur fehlt komplett. Schon mal versucht, tief im 22ten einen Bankomat, eine Trafik die Mittags nicht geschlossen hat, oder einen Supermarkt zu finden? Obwohl, offiziell in Wien, kommt man sich vor wie in einem verschlafenen Kuhdorf mitten im Weinviertel an einem Feiertag. Keine Möglichkeit Essen zu kaufen innerhalb eines 5min Gehweges. Obwohl doch, zwischen 11:15 und 11:40 hält ein Klein-LKW der zu einem Marktstand umgebaut wird um dort ein paar Wurstsemmeln zu verkaufen.

Es geht hier nicht um Büros für Außendienstmitarbeiter die dort vielleicht einmal in der Woche für wenige Stunden anzutreffen sind, da könnte ich solche Entscheidungen rein anhand der harten Standortfaktoren ja noch entscheiden. Nein, es handelt sich um dauerhafte Büros für Angestellte, die dort tw. auch Geschäftspartner empfangen müssen.

Ich finde die Lage echt schrecklich, mein Traum wäre ja ein Büro irgendwo in den Bezirken 4 – 9. Andererseits, ich bin da vielleicht kein Maßstab, behaupte ich doch immer, die Römer haben schon gewusst, warum sie nur auf der Südseite der Donau geblieben sind und so hätte man das für alle weitere Zeit auch halten sollen. Sehe ich das vielleicht aber falsch, dass man den Mitarbeitern vielleicht doch auch mit einem schönen Standort motiviert, gern in die Arbeit zu gehen? Durch die Lage Anreize schafft, gleich nach der Arbeit auf einfachen Weg abschalten zu könen? Möglichkeiten zu haben, einzukaufen, etwas zu unternehmen, ohne erst aufwendig irgendwo hinzukommen?

Wie geht es euch mit der Lage eurer Büros?

DONE!

Der Umzug ist endlich abgeschlossen.
Hier ein paar Impressionene wie es so geworden ist.

Küche vorher:

Küche nachher:
Ja, zwischen Kühlschrank und Mikrowelle steht ein Aquarium. Nicht wegen extrem frischem Sushi, sondern weil der Platz dafür einfach ideal ist. Dort gibt es nämlich keine direkte Sonneneinstrahlung auf das Aquarium, dafür aber spendet die Neonröhre Zusatzlicht wenn etwas ganz klein geschnitten werden soll.

Wohnzimmer vorher:

Wohnzimmer nachher:
Man sieht ich hätte durchaus noch Platz für einen größeren TV, über die 32″ können manch andere nur müde Lächeln.

Wohnzimmer nachher, in die andere Richtung fotografiert.
Das Aquarium am Boden ist hier momentan nur zwischengelagert und wird demnächst wieder ausgesiedelt.

Sicher, einige Bilder passen da überall noch hin, sollte dazu endlich mal meine Ordner durchforsten und ein paar Druckaufträge hinausschicken, aber das eilt ja nicht.

Bio Restaurants in Wien

Jugendinfo Wien hat eine Broschüre über Bio Restaurants in Wien herausgegeben. Aufgeführt wurden 33 Restaurants in insgesamt 12 Bezirken. Jeder Bezirk bildet ein Kapitel und beginnt mit einem Übersichtsplan wo sich denn die beschriebenen Lokale befinden.

Bei jedem Restaurant wird kurz beschrieben was geboten wird, man erhält eine Übersicht über die angebotenen Gerichte und auf welches Preisniveau man sich einstellen soll. Piktogramme geben eine schnelle Übersicht über Zusatzgangebote wie WLAN, Gastgarten, Barrierefreiheit oder vegane Speisen. Sehr gute Fotos lockern zwischen durch auf und machen Hunger.

Ich finde die Idee super,  ich hoffe, dass das Projekt gut angenommen wird und statt einer Fast Food Kette mal ein Lokal aus der Broschüre besucht wird.

Der Folder kann beim wienXtra-jugendinfo in der Babenbergerstr. 1, 1010 abgeholt oder hier als PDF runtergeladen werden.

Wiener Klischeebilder

Im Rahmen meines Umzugs bin ich gestern zwei so dermaßen typischen Klischeebildern begegend, dass ich dachte ein Zeichnung von Manfred Deix sei lebendig geworden.

Der Erste war ein Hausbesorger, also ein Hausmeister wie er im Buche steht.

Nein, nicht wie der aus Scrubs, sonder die Wiener Version davon. Meine bestellten Möbel wurden gerade angeliefert und da es ja wohl nichts neugierigeres zu sehen gibt, wer denn da die Wohnung bezieht, baut sich plötzlich jemand vor der offenen Wohnungstür auf und glotzt herein. Ohne dem roten Trägerleiberl wäre er im ersten Moment vielleicht gar nicht so aufgefallen, das aber kombiniert mit einer upgefuckten kurzen Hose, war aber wie ein Verkehrsunfall, schrecklich, aber man kann nicht wegsehen.
Proaktiv hab ich mich mal vorgestellt, worauf ich in breitestem Wienerisch zu hören bekam: “Griaß ihna, I bin do da Hausbesurga, wonns wos gibt, mei Nummer hängt eh unten aus.” Statt den Beistrichen bekam ich aber jedesmal so ein Pfeifgeräusch zu hören, dass entsteht wenn man mit zusammengepressten Lippen versucht durch den Mund einzuatmen. Nachdem ihm dann aber einer der Möbelpacker ganz knapp nicht mit dem Seitenteil meines Bettes die Nase entfernt hat, ist er dann verschwunden.

Natürlich wollte ich dann auch gleich was weiterbringen und hab gleich damit begonnen die Möbel auszupacken und zusammen zu schrauben, was da zu führte das ich mit einer weiteren Spezies Bekanntschaft machte.

Dem grantelnden Pensionisten. Hier in der Spezielle Ausprägung wie sie nur in Hietzing oder Döbling vorkommt. Ja ich weiß, ich war selbst schuld, ich hab beim Schrauben die Zeit über sehen, aber ich war so gut in Fahrt dass ich nicht merkte, dass es schon nach 22:00 ist.  Nachdem ich unter wirklich zarten Schlägen Kunststoffbolzen in den Laden versenkt hatte, läutete es plötzlich an der Tür, vor mir ein Herr um die Achzig, mit Lesebrille, Filzpatschen und dunkelblauem Bademantel mit aufgesticktem goldenen Ornament der mir ohne zu grüßen in nasalem Schönbrunner Hochdeutsch erklärte: ” Es ist schon nach 22:00 und somit stelln S’ ihre Bastelarbeiten da ein”!
Hab mich natürlich vielmals entschuldigt, ahne aber trotzdem böses kommen, denn irgendwann bleibt mir nichts anderes übrig als mit dem Schlagbohrer die Wand bearbeiten. Auf gutes Zureden oder mit Spucke werden meine Wandkästen in der Küche nämlich nicht halten.
Umso mehr liebe ich es, dass ich wegen fehlender Gleitzeit wohl unter der Woche nicht vor 18:00 in der Wohnung sein kann um das zu erledigen. Siedlungstage nehmen? Ja, irgendwann, aber nicht bei der langen Aufgabenliste die im Büro auf mich wartet.

Tja und dann gäb es da noch die Ordnungsfanatiker – auch wenn das jetzt nicht speziell Wienerisch ist:

Das würde ich mich aber nie sagen trauen, zu dankbar bin ich Vroni meiner (Bezirks)Nachbarin für die Hilfe, das mahnen nach mehr Geduld und ihr handwerkliches Geschick beim Möbel zusammen bauen.

Weiter Fotos vom Möbelchaos gibts auf Flickr!

Best of – Eissalon in Wien

Was das Eis angeht so hat ja jeder andere Vorlieben und über den besten Eissalon in Wien lässt sich ja Streiten wie über was denn nun besser sei, Apple oder Microsoft, Austria oder Rapid, iOS oder Android, trotzdem wage ich mich jetzt mal über eine Auflistung meiner Lieblingseissalons in Wien, wobei die Reihenfolge keine Wertung darstellt.

Tichy

Von der Lage her eigentlich alles andere als gut gelegen ist der Familienbetrieb Tichy am Reumannplatz trotzdem eine Institution in der Wiener Eislandschaft. Von März bis Oktober wird die einzige Filiale gestürmt, an einen Sitzplatz im Eissalon ist kaum zu denken und nur mit Glück zu erhalten. Vorratspackungen oder die berühmten Eismarillenknödel zum Mitnehmen bekommt man am besten Vormittags, kurz nachdem geöffnet wird, denn das ist die Wartezeit am geringsten. Experimente gibt es keine, man setzt auf klassische Eissorten, welche im Vergleich zu den anderen Salons günstig angeboten werden. Geschmacklich ist das Eis sehr gut, man glaubt bei Fruchteis direkt am verarbeiteten Obst abzubeißen.

Meine Standardauswahl: Malaga, Pistazie, Haselnuss

Eissalon Tuchlauben

Eissalon Tuchlauben, für mich der Spezialist für Nougateis, ebenfalls nur von März bis Oktober geöffnet ist ideal gelegen um sich nach der Flade im Kolar oder einem Kinobesuch im Actor’s oder im Artis Kino eine Nachspeise zu holen. Meiner Meinung nach gibt es hier das cremigste Eis von allen Salons in Wien und man wagt sich auch an experimentellere Eissorten, die beim ersten probieren noch ungewohnt schmecken. Grapefruit, Cranberry, Blutorange oder Maroni sind Beispiele dafür.

Meine Standardauswahl: Nocciolone,  Tiramisu, Amarena

Eissalon am Schwedenplatz

Eine weitere Institution in Wien, der Eissalon am Schwedenplatz. Wie bei den zuvor genannten gibt es hier nur in der Saison von März bis Oktober kalten Eisgenuss. Cremig und geschmacklich einfach top. Für mich ideal, dass im Obi in der Westausfahrt Vorratspackungen vom Schwedenplatz-Eis verkauft wird, so ist mein Weg zu gutem Eis nicht allzuweit.

Meine Standardauswahl: Schoko-Banane, Nutella, Stracciatella

Paolo Bortolotti

Sonst immer der Eissalon um beim Einkaufen auf der Mariahilfer Straße eine kurze Pause einzulegen, war ich nach dem ersten Test für heuer vergangen Donnerstag gar nicht begeistert. Viel zu wässrig und geschmacklos war das Eis. Werde wieder in der Stammfiliale neben dem C&A vorbei schauen aber, wenn sich da mein Urteil von letztens bestätigt, hol ich mir lieber ein Cornetto als das ich es auf einen dritten Versuch ankommen lasse.

Weitere Klassiker

Eissalon Bellissima, Hietzinger Hauptstraße 69, 1130

Della Lucia, Hietzinger Hauptstraße 8, 1130

Enrico Eissalon, Erlaaerstraße 46, 1230

Garda, Mariahilfer Straße 140, 1150

New in Town

Eis-Greissler, Rotentrumstraße 14, 1010
Ich selbst war noch nicht dort, aber Petra hat darüber eine Rezension geschrieben.

Schlüssel – I haz it!

Gestern um 8:00 hab ich sie bekommen, die Schlüssel zur neuen Wohnung. Da ich zuvor nur einmal kurz drin war, war Ausmessen als Abendgestaltung fix eingeplant. Das vorbereitete Maßband hab ich natürlich liegen gelassen und nicht mitgenommen, aber wozu arbeite ich in einer Baufirma, da liegen Rollmeter als Merchandise Artikel kiloweise herum.

Auch jetzt mit den Dimensionen am Papier hatte ich eigentlich noch immer keinen Plan, was denn alles in die Wohnung rein kommen soll.

Da einzig IKEA eine halbwegs brauchbare online Übersicht im Internet hatte, wurde ich dort fündig und habe heute insgesamt 76 Pakete zu rund 925kg eingekauft. Nein, das ist weder ein Schreib- noch ein Rechenfehler. Fast eine Tonne an Möbelstücken wird in die Wohnung gestellt. Da ich das nicht selber schleppen will hab ich mir den Einkaufs- und Lieferservice von IKEA gegönnt und bekomme die Teile am 16.6. zugestellt.
Der richte Spaß beginnt dann erst, immerhin wollen die Dinger auch zusammengeschraubt werden. Die Möbel der schwedischen Kette sind für mich irgendwie Lego für Erwachsene, soll heißen ich baue die eigentlich ganz gerne zusammen. Nur glaub ich fast, dass sich ein Akkuschrauber zum Aufbauen bezahlt machen würde.

Einzige das jetzt noch fehlt ist eine Couch, ein Couchtisch, denn der echt gut passende von IKEA wurde leider aus dem Programm genommen, sowie Lampen und ein ordentlich hergerichteter Balkon. Das ist aber alles nicht so dringend und kann zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden.

Da mir in der ersten von mir eingerichteten Wohnung, ebenfalls in Hietzing, nachgesagt wurde sie sei zu kühl fast steril, bekam ich damals einen rosa Elefanten als Seifenspender und einen rosa Topfhandschuh mit Katzen darauf. Um solchen Aktionen schon im Vorfeld entgegen zu wirken, suche ich schon den ganzen Abend Design3000 oder DaWanda nach passenden Accessoires ab.

So ein Schlüsselbrett hätte ich ja gerne, nur ist das leider ausverkauft.


Ach ja und weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, das mir nicht das selbe passiert wie Uschi, bekomme ich schon am Freitag das Internet angeschlossen, lang bevor die jetzt kahle Wohnung in einen IKEA Schauraum verwandelt wird.

Wie ich Nachbar von Armin Wolf wurde

Okay , ganz so ist es auch nicht, ich werde nicht Nachbar von Armin Wolf sondern nur von seinem Arbeitsplatz, dem ORF. Nach mehr als zwei Jahren in Penzing geht es wieder zurück in den 13. Bezirk, genauer gesagt auf den Küniglberg.
Der Umzug war wie einige von euch schon wissen nicht ganz so geplant, aber ich sehe es als Neuanfang mit sehr viel Potential.

Sicher hätte ich auch nichts gegen eine Wohnung im 4. – 9. Bezirk gehabt, nur muss eine Wohnung sowohl mit Geldbörse und in meinem Fall auch mit rascher Verfügbarkeit einher gehen.
Die U4 Station Hietzing ist per Bus angeschlossen, aber Notfalls von der Wohnung aus auch noch zu Fuß in angemessener Zeit erreichbar. In die andere Richtung ist es ohne Bus etwas anstrengend, das die Maxingstraße steil den Küniglberg rauf geht. Das EKZ Hietzing, das Cafe Dommayer und Brandauers Schlossbrau sind somit auch nicht allzu weit weg und in der Wohnhausanlage gibt es einen Anker. Auf der anderen Seite den Küniglberg runter, gelangt man über die Hetzendorfer Straße schnell auf die Tangente und ich somit in die Arbeit.

Die Wohnung selbst hat bisschen mehr als 70qm, ein großes Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, Küche, Bad, WC extra. Momentan ist noch alles kahl und leer, das wird sich aber bald änderen. In Anlehung an Uschis geniale Umzugsbeiträge auf ihrem Blog Foxyline werde ich auch weiterhin über das bevorstehende Chaos berichten.

Aber zuerst mal der Status quo.

Wohnzimmer mit Blick Richtung Schlafzimmer, links daneben ist das zweite Schlafzimmer, das wiederum an die Küche angrenzt:

Wohnzimmer

Die noch sehr unvollständige Küche:

Küche

Das Beste zum Schluss, dafür werden mich jetzt einige hassen (ich weiß auch wer), ich haben einen BALKON!!!

Balkon

 

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen …

Erst bei einem nächtlichen Spaziergang merkt man, dass Wien eigentlich gleich nochmal so schön sein kann. Den passenden Soundtrack dazu liefert das Falco Cover von Ken Hayakawa:

Hier meine Eindrücke:

Mehr Fotos auf: Flickr