Ich ziehe schon wieder um, wieder mit der Firma, das warum ist leider eine interne Angelegenheit.
Vom 22ten geht es in den 21ten, aus der Donaustadt nach Floridsdorf, von der Polgarstraße in den Floridotower. Ob das ein Aufstieg oder gar ein Abstieg ist, bin ich mir noch nicht sicher, es geht jedenfalls für Wien in luftige Höhen, nämlich ins 25. Obergeschoß. Alles jammern hilft nichts, ab morgen bin ich dort alles einrichten um nach Pfingsten wieder durchstarten zu können.
Für mich persönlich ist ein Umzug innerhalb Transdanubiens auch eher so eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Haben doch schon die Römer zu Zeiten Vindobonas gewusst, dass es sich nicht lohnt, die Donau an dieser Stelle zu überqueren.
In diversen Seminaren lernt man immer, man soll Feedbacks mit positiven Dingen beginnen. Tja, was ist positiv, die Aussicht auf alle Fälle. Instagram werde ich die nächsten Wochen wohl mit Aussichtsfotos überhäufen, der herrliche Blick über Wien entschädigt jedenfalls so einiges, aber seht selbst:

Richtung Süden, über den Wasserpark bis zur Donaucity

Richtung Nordbrücke und zum Kahlenberg
Wem meine Bilder (leider durch Glas und nur mit iPhone) zu wenig sind, dem empfehle ich die Ansichtssache des Standards.
Verkehrstechnisch ist der Floridotower besser angebunden als die Polgarstraße, trotzdem liegt er leider zwischen den beiden U6 Stationen Neue Donau und Floridsdorf, was zu einem weiteren Umsteigen auf Bus oder Straßenbahn zwingt.
Der öffentliche Nahverkehr wird trotzdem gefördert, denn von den ca. 40 Mitarbeitern die von uns dort einziehen, bekommen nur 10 einen Parkplatz in der Tiefgarage zugewiesen. Alle anderen die auch mit dem Auto kommen möchten, dürfen im Parkhaus beim Bhf. Floridsdorf stehen, das gut 10min entfernt ist.
Städteplanerisch ist jedenfalls doch etwas verwunderlich, den Turm so “alleine” hinzustellen. Auf der Donauplatte steht zumindest einer neben dem anderen, aber sowohl der Floridotower als auch der Milleniumtower stehen verlassen in der Landschaft. Verlassen ist da das richtige Stichwort, denn um eine Infrastruktur hat sich dort auch niemand gekümmert. Umringt von Kleingartensiedlungen und dem Wasserpark, gibt es auch hier wieder keinen Supermarkt in unmittelbarer Nähe. Deshalb wird auch auf der Website des Hochhauses darauf hingewiesen, das sich das SCN nur 5 Minuten (Auto) entfernt befindet. Bei ca. 36.000m² Gesamtgeschäftsfläche (Tower inkl. Nebengebäude) ist es ja auch ziemlich unlogisch dort auch Platz für einen Supermarkt und Trafik vorzusehen.
Andererseits kann es auch sein, dass man damit der Kantine günstig Geschäft vermitteln will. Diese wird zum Glück nicht von Eurest betrieben wird, was qualitativ einen Sprung vorwärts bedeutet. Leider sind die Preise auch dementsprechend und somit kann man auch nicht jeden Tag Essen hingehen.
Was zusätzlich noch auffällt, ich hab im Floridotower nur Edge Empfang, selbst ganz nah am Fenster. Das macht mich doch etwas nervös, denn eine extrem langsame Internetverbindung ist genauso schlimm wie gar keine Verbindung.
Zumindest hoffe ich die Nähe zur Donauinsel besser nutzen zu können, als in der Donaucity, es würde sich auf alle Fälle anbieten nach der Arbeit auf der Insel zu skaten oder in der Neuen Donau schwimmen zu gehen.


4 Nachrichten zu “Umzug – Eine unendliche Geschichte”
Also du hast zumindest in Richtung Stammersdorf oder Essling ganz tolle Heurige für ein After Work Glaserl, oder das Restaurant beim Skilift (alte?) Donau. So schlimm ist es über der Donau nicht, im Gegenteil. Kann mir gut vorstellen, hätte man seinen gesamten Lebensmittelpunkt, also Wohnen & Arbeit da drüben, dass man freiwillig keinen Fuß in Richtung Stadt setzt. Jeden Tag da rüber fahren stell ich mir allerdings schon mühsam und zehrend vor.
Ja, auf die Heurigen hoffe ich auch, muss ich doch zugeben, dass ich in Wien noch nie bei einem war.
Trotzdem, auf dieser Seite der Donau könnte ich nicht wohnen, mir würde die Gegend zwischen 4. – 9. Bezirk mit den Möglichkeiten, die sie bietet zu sehr fehlen. Wenn schon, mitten ins Heurigengebiet, dann in der Südoststeiermark oder im Burgenland.
Ich muss dir recht geben. Ich hab mich auch immer gefragt wer auf die Idee gekommen ist den Turm da (ohne gescheite Öffi-Anbindung) mitten in die Landschaft zu stellen.
Aber der Milleniumtower ist doch eigentlich recht gut von der Infrastruktur. Du hast U+S-Bahn, das Einkaufszentrum und jetzt auch noch das Rivergate.
Ja, der Milleniumtower ist gut angebunden, mit Einkaufszentrum usw., trotzdem wirkt er auch irgendwie alleine gelassen.